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Bewerbungsmappen vs. e-Mail-Bewerbung



Bin schon mehrmals auf Berichte darüber gestoßen, dass herkömmliche Bewerbungsmappen nicht mehr zeitgemäß sind und viele Firmen nur noch Bewerbungen per Email oder über die Webseite akzeptieren. Also ich glaube das wird ganz schön hochgespielt, vielen Betrieben ist eine Bewerbung in Papierform deshalb schon lieber, da sie mit Emails gar nicht wirklich umgehen können. Außerdem, wie sollen die sich aus einer neutralen Email-Bewerbung einen richtigen Eindruck vom Bewerber machen?
Die Möglichkeit, der Bewerbung eine persönliche Note zu geben und sich von den anderen Bewerbern abzuheben, hat man nur mit einer guten Mappe. Mit einer Email-Bewerbung schafft man das nicht.

9 Kommentare

  1. Horst Leyer Mai 22nd, 2006 13:58

    Das ist sicherlich richtig. Von der Darstellungsmöglichkeit her ist die herkömmliche Bewerbungsmappe m.E. immer noch die beste Art der Präsentation. In letzter Zeit lese ich in Anzeigen allerdings immer mehr “Rücksendung von Bewerbungsunterlagen nur gegen Freiumschlag” oder “On-line Bewerbungen bevorzugt”. Offensichtlich verändert sich hier sowohl der Umgang mit Bewerbern als auch die Anforderungen an Bewerbungsunterlagen im Laufe der Zeit. Mann kann das Thema leider nicht allgemeingültig behandeln. Wichtig ist es, auf die Anforderung der ausschreibenden Firma im Einzelfall einzugehen.

  2. Schering Mai 23rd, 2006 20:49

    Ich denke schon, dass man mit einer E-Mail Bewerbung auch seinen persönlichen Stil ausdrücken kann (z.B. mal nicht Times New Roman oder Arial, 12 Pkt, linksbündig). Für die Personaler ist es auf jeden Fall zeitsparender und sich selbst erspart man den Anblick einer zurück gesendeten, vom Postboten vergewaltigten Bewerbungsmappe im Briefkasten ;-) Viel schlimmer finde ich derzeit den Trend zum Online-Bewerbungsportal, das keine Differenzierung zwischen Bewerbungsformularen für Studenten und Senior Manager zulässt. Würde mir wünschen, dass die Firmen in ihre Portale soviel Arbeit und Hirnschmalz investieren, wie ich in meine Bewerbung!

  3. Sabine Juni 8th, 2006 08:50

    Ich finde beide Arten der Bewerbung in Ordnung und man kann auch in einer Email verfassten eine persönliche Note geben.
    Was bei mir seit Anfang des Jahres aber der Fall ist, das ich sehr viel Bewerbungen geschrieben habe und weniger als ein drittel davon zurück bekommen habe.
    Ich verstehe die Moral der Arbeitgeber nicht-ich kann verstehen das sie Portokosten sparen wollen und einfach die Bewerbung einbehalten, aber wofür ich kein Verständnis habe ist das sich keiner auf die Bewerbungen meldet und wenigstens telefonisch absagt. In jede Bewerbung setzt man die Hoffnung wenigstens erstmal eine Gelegenheit zum Vorstellen zu bekommen, statt dessen Telefoniert man dann selber noch hinterher, was nun mit der Bewerbung ist.
    Wenn das auch noch mit denjenigen gemacht wird die einen Ausbildungsplatz suchen dann Gute Nacht und Schade auf die Arbeitgeber-dann kann aus uns nichts werden. Sicherlich sind nicht alle so, aber davon gibts mittlerweile nicht mehr viele. Und auch im zeitalter der Technik besitzt trotzdem noch nicht jeder einen PC geschweigedem einen Internetzugang.

  4. Schnuff Juli 7th, 2006 20:59

    Ich finde Bewerbungen in postalischer Form nicht mehr wirklich zeitgemäß und wer heutzutage noch keinen PC samt Internetzugang besitzt, hat eindeutig die schlechteren Karten. Die meisten Arbeitgeber haben weder Zeit noch Lust, sich lange mit Bewerbungen zu befassen und gerade bei Initiativ-Anschreiben ist es günstiger, schneller und einfacher, das per Mail zu erledigen.
    Natürlich kommt es auch ein bißchen auf den gewünschten Job an. In meinem Fall hat er sowieso ausschließlich mit Computern zu tun und da kann ich voraussetzen, daß mein evtl. zukünftiger Arbeitgeber mit einem tabellarischen Lebenslauf und Arbeitsproben in PDF-Form was anfangen kann und das sogar bevorzugt, weil er eine schnelle und unkomplizierte Vorauswahl treffen kann, ob Interesse besteht oder nicht.

    Trotzallem wünsche ich natürlich allen Glück, die ihre Bewerbungen noch auf herkömmlichem Wege an den Chef bringen :-) Grüße!

  5. Webgirl Juli 8th, 2006 16:12

    Ich finde E-Mail/Online-Bewerbungen ganz gut. Außerdem hat man die Möglichkeit Dokumente anzuhängen, die Bewerbungsmappe als PDF, den Lebenslauf etc. Und gerade im Medienbereich greifen immer mehr Firmen darauf zurück.
    Was ich allerdings bemängeln muss: Oft erhält man keine Antwort. Eine Kurze Antwort, ggf. auch Absage ist doch wirklich kein Aufwand.
    Ich finde, eine kurze Antwort, dass ist eine reine Höflichkeitsregel. Aber die meisten Personaler scheinen vergessen zu haben, dass auch Sie mal auf der anderen Seite waren ….

  6. Inga Juli 10th, 2006 13:31

    ob nun Online-Bewerbungen oder schriftliche Bewerbungen, es ist doch wirklich so, das die meisten Firmen sich einfach nicht äussern ob die Stelle vergeben ist oder nicht. Geschweige denn die Unterlagen zurückschicken.
    Selbst wenn man sich persönlich bei den Unternehemen vorstellt soweit das möglich ist und dann seine Unterlagen abgibt, scheint es mir so als ob denen es lieber wäre wenn die Stelle einfach nur besetzt wird ohne Aufwand.
    Ich hoffe das die Personalleiter oder Firmeninhaber sich doch mal überlegen wieviel Geld in einer oder mehreren Bewerbungen drin steckt, und das es den Bewerbern schon sehr helfen würde wenn man ihnen diese wieder zurückschickt….

  7. Oliver September 10th, 2006 00:27

    Ich habe jetzt den bisher heftigsten Fall erlebt. Suche Momentan nach einer neuen Stelle und habe eine Bewerbungsmappe zurück bekommen mit der Info im Anschreiben, dass man mich zwar gerne näher kennen lernen möchte man aber keine Papierbewerbungen mehr akzeptiert. Wenn ich Interesse an einem Job hätte, dann solle ich meine Daten online eingeben alles andere wäre zu teuer für das Unternehmen. Denke auch nicht der richtige Weg.

  8. Guido Oktober 27th, 2006 11:57

    Ich selber vertrete die “andere” Seite und bin Personalreferent in einer grossen Spedition. E-Mail Bewerbungen werden bei uns überhaupt nicht akzeptiert, da sowohl der Betriebsrat, wie auch der Vorstand die Mappen gerne in Schriftform vorgelegt bekommen möchten und wir nicht die Zeit haben. Anlagen (die oft als einzelne jpg Dateien ankommen) auszudrucken und die Bewerbung erst selber zusammenstellen zu müssen. Ich denke die Mühe einer schriftlichen Bewerbung sollte man sich schon machen.

    Eingangsbestätigungen senden wir aus Zeitgründen auch keine mehr raus (das ist schlecht, ich weiss… aber wir sind statt vorher 4,5 nur noch 2). Eine Absage bekommt dann aber schließlich wieder jeder.

    Hinsichtlich der neuen Gesetzgebung seit August diesen Jahres senden wir grundsätzlich keine Bewerbungen mehr zurück. Weiterhin geben wir auch keine Auskünfte mehr, warum ein Bewerber nicht berücksichtigt werden konnte. Das tut mir selber sehr leid aber die deutschen Gesetze haben gerade hier ein enormes Haftungsrisiko für den Arbeitgeber verankert.

    Am besten erkundigt man sich immer im Vorfeld einer Bewerbung bei den Firmen, wie sie die Bewerbung wünschen. Die Anforderungen sind sehr unterschiedlich. Vor allem aber im Bewerbungsschreiben immer ein oder zwei kurze Sätze zu der Firma, bei der man sich bewirbt, damit man sieht, dass der Bewerber weiss, wo er sich überhaupt bewirbt und sich Gedanken gemacht hat.

  9. Matasilur Dezember 6th, 2006 19:40

    …und genau aus diesen Gründen gibts von mir nur noch online Bewerbungen. Die sind schnell, effizient und ich brauche mich nicht über respektlos behandelte Unterlagen zu ärgern. ( wenn es überhaupt welche zurück gibt )

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